Bezauberndes Venedig

Bezauberndes Venedig

Ja, es stimmt: Venedig ist total überfüllt. Auf dem Markusplatz sieht  man zeitweise vor lauter Menschen leider keine Tauben mehr.  Man muss stets aufpassen keinen Selfie-Stick an den Kopf zu bekommen.  Die Pizza ist teilweise fettig und klappt nach unten weg, wenn man sie essen möchte. Die Gondelfahrten sind teuer und im Vaporetto fühlt man sich wie eine Ölsardine unter Hunderten.  Dennoch liebe ich Venedig. Ja, es ist wirklich – trotz alledem –  eine wahrhaft romantische Stadt. Die ganze Stadt wirkt auf mich wie ein großes Freilichtmuseum mit Palästen, Kirchen und schön verzierten Fassaden. Die Liebe zum Detail ist überall deutlich erkennbar.  Obwohl ich eigentlich kein besonders  romantischer Mensch bin,  könnte ich glatt beim Gedanken an Venedig anfangen  über Lichtstimmungen zu philosophieren.  Also mache ich es kurz, bevor ich noch anfange zu dichten.  Das kleine Stelzen Städtchen Venedig hat für mich einen ganz eigenen, sehr besonderen Charme und eine bezaubernde Ausstrahlung und zählt somit für mich in jedem Fall zu meinen 10 Lieblingsstädten.

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Gondeln auf dem Bacino Oreolo, hinter dem Markusplatz und vor dem Hard Rock Cafe

Venedig mit Kindern

Wie alle Eltern von Teenagern wissen auch wir, dass es nicht immer einfach ist den hohen Anforderungen der kleinen Großen zu genügen. In der einen Stadt klappt es besser, in der anderen schlechter. Venedig ist unserer Meinung nach sehr gut für Familien geeignet. Ich glaube gerade Eltern mit kleinen Kindern können wunderbar entspannen, da sie nicht immer stets und ständig auf den Verkehr achten müssen. Ich finde Autofreie Städte wunderbar.

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Essen mit Kindern

Dort wo große und kleine Männer mit dabei sind, ist es immer von Vorteil, wenn es  in Sichtweite Essensstände gibt die man bei akutem Hunger schnell erreichen kann. Ich kann nur raten Ausflüge immer nur mit einer satten Familie zu unternehmen, sonst kann es ungemütlich werden. Bei uns zumindest. Nun gut, in Venedig gibt es zahlreiche Cafés, Restaurants und Pizzerien. Keiner von uns ist verhungert. Am allerbesten gefielen uns die Pizzastände an denen man einzelne Pizzaecken kaufen konnte, die gab es an allen Ecken. Wir konnten  beobachten, dass die Preise in den Seitenstraßen doch deutlich geringer waren als an den Hauptattraktionen. Als ich das erste Mal in Venedig war, das ist schon lange her, da trank ich ahnungslos am Markusplatz einen Cappuchino. Ich sollte tatsächlich die Musik bezahlen. Jetzt trinken wir unseren Cappuchino und Kakau in den kleinen Nebenstraßen. Die kleinen Nebenstraßen sind genauso süß und Musik gibt es überall. Und natürlich fehlt auch in Venedig das  große M nicht.  Ich konnte das große M  lange Zeit nicht mehr sehen. Schon beim betreten machte sich so manches Mal eine Unruhe in mir breit. Ich  wollte nicht in hundert verschiedenen Ländern hundert identische  Burger essen. Einmal bekam ich sogar einen schlimmen Ausbruch deswegen, aber das war in einer anderen Stadt und ist glücklicherweise lange her. Mittlerweile sehe ich die Vorteile die das  großen M mit sich bringt. Ich füttere meine Teenager ab und dann hört das Gemaule auf und  wir können  in Ruhe bummeln, einkaufen und uns die Sehenswürdigkeiten anschauen und dann später irgendwo richtig Essen gehen, wenn wir ein besonderes Restaurant finden. Es gibt unzählig viele Restaurants, aber die wirklich guten finden wir eben immer nur wenn es nicht wieder superschnell gehen muss und wir eben nicht ausgehungert danach suchen.  Kurzum ich habe meinen Frieden mit dem großen M geschlossen.  Habe ich deswegen ein schlechtes Gewissen? Ein wenig, aber in Venedig gibt es auch die Möglichkeit an jeder Ecke und auf jedem der zahlreichen Märkte  frische Säfte und Obst zu kaufen, in Stücken oder bereits in kleine Stückchen geschnitten. Ein Becher Tagesvitamine kostete im Sommer 2016 so um die € 2.-, je nach Lage. So  kann man dann sein schlechtes Gewissen in Bezug auf die vielen verzehrten Burger, Pizzen und Eiskugeln etwas dämpfen.

Kurzum es gab für uns viel Eis, viel Pizza, viel Wasser, viel buntes Treiben , viele Tauben und genug neue Eindrücke, so dass wir gar keine Zeit mehr für Museumsbesuche hatten. Also, mein Teenager  war zufrieden. Am liebsten möchte er Boot fahren und Tauben füttern. Ich weiß, Tauben füttern ist verboten. Ich finde es ist aber ein Unterschied ob Erwachsene da tütenweise Brötchen verfüttern und völlig verkrampft einen Megahype machen für ein ideales Foto oder ob die Kinder  ein paar Stückchen verfüttern und dabei einen Megaspaß haben.

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